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Einführung in den Funktionsbereich "Beschaffung"

 

Definition

Als Beschaffung sind alle Tätigkeiten eines Betriebes zu verstehen, die der Bereitstellung jener Mittel dienen, die der Betrieb zur Erfüllung seiner gestellten Ziele benötigt. Als Beschaffungsmarkt wird hier vor allem der Waren- und Dienstleistungsmarkt gesehen, wo Betriebsmittel (Anlagegüter), Werkstoffe (Roh- und Hilfsstoffe, Halbfertigprodukte) und Handelswaren bezogen werden. Diese Aufgaben werden in der Regel von einer Einkaufsabteilung wahrgenommen (vgl. Lechner, K.; Egger. A.; Schauer, R.; Wien 1996, S. 343)

Wachsende Bedeutung der Beschaffung

Traditionell spielt der Einkauf (Beschaffung) im Unternehmen eine eher untergeordnete Rolle. Erst in jüngster Zeit erlangte dieser Unternehmensbereich eine deutlich wachsende Bedeutung. Eine Differenzierung gegenüber Wettbewerbern ist immer stärker von einer Optimierung der betrieblichen Prozesskette abhängig: Beschaffung - Lagerhaltung - Transport - Fertigung - Distribution. In diesem Prozess erlangte die Beschaffung eine strategische Rolle, die das Management der gesamten "Supply Chain" bis in die Produktion übernimmt.

 

"Der Gewinn liegt im Einkauf"

Bekanntlich besteht der Gewinn aus Umsatz - Kosten. Die Beschaffung bestimmt nun einen Großteil dieser Kosten: 50 % und darüber. Kleinste prozentuelle Einsparungen der Beschaffungskosten wirken sich direkt auf den Gewinn aus. Darüber hinaus nimmt das Beschaffungsvolumen immer mehr zu. Immer stärker werden nicht nur einzelne Bauteile, sondern ganze Systeme angeschafft. Daraus ergibt sich auch eine neue Bewertung der Lieferanten im Beziehungsmanagement. Gemeinsame Problemlösungsfähigkeiten bestimmen nun die Lieferantenauswahl. 

 

 

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