Strategische Zielsetzung

 

Beschaffungsziele

 

 Die Beschaffungsziele sind einerseits abhängig vom Beschaffungsobjekt und andererseits vom "Kunden" des Beschaffungsprozesses. (Produktion, Forschung und Entwicklung, etc.) Die Ziele der Beschaffung sind von den Zielen der Unternehmung abzuleiten. Als Zielbündel können sich ergeben:

o     Kostenreduktion

o     Differenzierung

o     Versorgungssicherheit

(vgl. Hamm 1997, S. 66 ff.)

Kostenreduktion

  • Senkung Einstandspreis
  • Senkung Prozesskosten
  • Materialkostenreduktion
  • Senkung Lagerhaltungskosten

Differenzierung

  • Qualitätsverbesserung
  • Leistungsverbesserung
  • Partizipation am Know-how und Image des Lieferanten

Versorgungssicherheit

  • Erhöhung der Termintreue
  • Streuung des Risikos
  • Erhöhung des Marktanteils am Beschaffungsmarkt

(Hamm 1997, S. 67)

 

 

Einkaufsgrundsätze

 

Sinnvoll ist auch die Formulierung von Einkaufsgrundsätzen:

 "Roter Faden im Einkaufsverhalten"

 

  • Ständige Suche nach leistungsstärkeren Lieferanten => Beschaffungsmarktforschung
  • Kleinbestellungen prinzipiell per E-mail
  • Niedrige Kosten für den Einkaufsvorgang => Optimierung Geschäftsprozesse

(vgl. Holtmann, S. 11 ff.) 

 

Ziele sind in der Regel angestrebte zukünftige Zustände. Auch die Ziele der Beschaffung sind aus den Unternehmenszielen (Oberzielen) abzuleiten. Zwei Oberziele lassen sich für die Beschaffung nennen:

  • Langfristige Versorgungssicherung
  • Optimierung von Kosten und Leistungen

(vgl. Piontek 1994, S. 31)

 

Beschaffungsziele können in strategische und operative unterteilt werden:

 

 

Strategische Beschaffungsziele

Operative Beschaffungsziele

 

Sicherstellung der Materialversorgung

  • Wahrung der Flexibilität
  • Risikostreuung
  • Steigerung der vertikalen Integration
  • Wahrung der Unabhängigkeit
  • Sicherung der langfristigen Wachstumsrate
  • beschaffungsseitige Diversifikation

 

Sicherstellung der Qualität

  • Sicherstellung des Qualitätsstandards des Materials
  • Sicherung des Technologiestandards des Materials

 

Sicherung der Beschaffungsmarktposition

 

  • Sicherung der Nachfragemacht
  • Wahrung des Ansehens der Unternehmung

Sicherung der Preisstabilität

Sicherung der Personalqualität

Optimierung der Beschaffungskosten

  • Optimierung der Einkaufspreise
  • Optimierung der Bezugs-, Bereitstellungs- und Beschaffungsverwaltungskosten

Sicherung der Materialqualität

Sicherung der Liquidität

Sicherung der Lieferbereitschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(vgl. Piontek 1994, S. 32)