Erschließung und Erhaltung von Erfolgspotentialen

 

 

Ziel des strategischen Beschaffungsmanagement ist die Erschließung und die Erhaltung von Erfolgspotentialen. Im wesentlichen kann man darunter Beschaffungsobjekte, Beschaffungsmärkte, Produktentwicklungen, Problem-Lösungs-Know-How, sowie kostengünstige Organisationen verstehen. Strategie bedeutet mit globalen Größen arbeiten, wobei nur grobe Informationen vorliegen. Dabei handelt es sich überwiegend um qualitative Informationen, die meist langfristig gültig sind und eine hohe Unsicherheit aufweisen. Die Problemstruktur ist relativ unpräzise, hat aber relativ hohe Bedeutung.

Strategisches Beschaffungsmanagement soll systematisch, vorausschauend und produktive Erfolgsmöglichkeiten aufzeigen.

 (vgl. Arnold 1997, S. 56 ff.)

 

"Das strategische Beschaffungsmanagement versucht, Aufbau, Pflege und Ausbeutung der Erfolgspotentiale des Lieferantenmarktes auf die unternehmerischen Ziele auszurichten." (siehe Boutellier 1998, S. 25) Mit Hilfe des Lieferantenmarktes sind schnelle Anpassungen des Leistungsangebotes an dynamische Märkte leichter möglich.

Der strategische Einkauf entscheidet über den Einkaufserfolg:

  •  Marktbeobachtung/Schaffung von Transparenz
  • Optimierung/Festlegung des Lieferantenportfolio
  • Verhandlung über Einkaufskonditionen
  • Aufbau von Wertschöpfungspartnerschaften

(vgl. Droege, S. 107)

 

 

Strategische Beschaffungsaufgaben

 

Zur Sicherung und Verbesserungsfähigkeit lassen sich folgende Teilbereiche unterscheiden:

 

Integrationsfähigkeit

 

Vom Lieferanten bezogene Vorleistungen werden in die Wertschöpfungsprozesse bzw. Endprodukte integriert. Ansatzpunkte einer verbesserten Integration, die auch durch Interneteinsatz im Bereich der Kommunikation unterstützt werden, sind wie folgt:

  • Abgestimmte Geometrie der Güter
  • Qualitative Beschaffenheit
  • Stand der Qualitätsdokumentation
  • Logistische Beschaffenheit

(vgl. Arnold S. 56 ff.)


Innovationsfähigkeit

 

Innovationen in einem Unternehmen hängen nicht selten vom Zulieferer ab. Strategisch aktive Beschaffungspolitik, beispielsweise die Erschließung neue Lieferquellen durch Beschaffungsmarktforschung im Internet (Online-Datenbanken, Preisagenturen, etc.) hilft Innovationen voranzutreiben. Weiters kann auch durch Unterstützung mittels neuer Kommunikationstechnologien die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten, speziell die Problemlösungsbereitschaft verbessert werden. (vgl. Arnold S. 56 ff.)


Vertikale Verbundeffekte

 

Durch "aktiven Schulterschluss" mit dem Lieferanten durch Lieferkooperationen können große Nutzenpotentiale entwickelt werden. (vgl. Arnold S. 56 ff.)


Horizontale Verbundeffekte

 

Diese können durch Einkaufspartnerschaften verwirklicht werden. (vgl. Arnold S. 56 ff.)