Globalisierung der Wirtschaft und rasche Veränderungen der Märkte sind die heutigen Rahmenbedingungen auf die sich Unternehmen in immer stärkeren Maße einstellen müssen. Das Zusammenrücken der Weltmärkte und tief greifende Veränderungen der Wettbewerbssituation erfordern von Unternehmen einen strategischen Umbruch. So nimmt die weltweite Vernetzung von Unternehmensaufgaben zu. Das Denken in festen Bezugsrahmen und damit das Verharren in statischen Ordnungsstrukturen wird der heutigen Marktdynamik nicht mehr gerecht. Der verbundene Einsatz sämtlicher Unternehmensressourcen ist unabdingbar. Die Konfiguration der geographischen Ressourcenverteilung und die Koordination des Ressourceneinsatzes sind zentrale Strukturgrößen heutiger Unternehmensstrategien. Ferner zeichnet sich immer stärker ein unternehmensübergreifendes Prozessmanagement ab. Der Horizont von Prozessen beginnt und endet heute nicht mehr innerhalb der Unternehmung. Die Grenzen erweitern sich und zunehmend ist eine globale Sicht gefragt, die durchgängig Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Verwaltungen in die Geschäftsabläufe einbezieht.
I. Definition
Enterprise-Resource-Planning-Systeme
(abgekürzt ERP-Systeme) werden lt. Abts (2004) definiert
wie folgt:
"[ERP-Systeme] sind integrierte betriebswirtschaftliche
Standardanwendungssoftware-Pakete, die nahezu alle Aufgabenbereiche und Prozesse
innerhalb eines Unternehmens unterstützen, wie z.B. Beschaffung, Produktion,
Vertrieb, Rechnungswesen und Personalwirtschaft".
Unter ERP-Systemen versteht man folglich die betriebswirtschaftliche Standardapplikation
eines Unternehmens, welche alle wesentlichen kaufmännischen und buchhalterischen
Geschäftsprozesse eines Unternehmens abbildet.
Der Begriff "ERP" wird auch als Synonym für integrierte
Standardanwendungssoftware genutzt.
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II. Begriffsabgrenzung
Ein ERP-System ist eine Erweiterung des traditionell in Industrieunternehmen
eingesetzten Produktionsplanungs- und Steuerungssystems
(PPS-System).
PPS-Systeme unterstützen den gesamten Prozess der Planung und Ausführung
von Fertigungsaufträgen und zwar von der Angebotsbearbeitung, Beschaffung,
Lagerhaltung, Material- und Ressourcenplanung bis zur Fertigungsüberwachung
und Auslieferung.
Bei ERP-Systemen sind weitere betriebswirtschaftliche Funktionsbereiche hinzugekommen
- z.B. Module für Vertrieb, Rechnungswesen und Personalwirtschaft.
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Integrierte Standardanwendungssoftware bzw. ERP-Systeme dienen zur Optimierung der innerbetrieblichen Geschäftsprozesse.

Marktentwicklung:
1970er Jahre: Die ersten Standardanwendungen
Bis in die 1970er Jahre hinein waren weite Teile der IT-Industrie v.a. am Verkauf von Hardware interessiert. Die Erstellung der Software für betriebswirtschaftliche Zwecke wurde weitgehend den Kunden überlassen. Allenfalls bot man Systemsoftware, Compiler, Datenbanken usw. an, um ihnen diese Arbeit zu erleichtern. Die Branche lebte gut vom Geschäft mit Rechenanlagen und Zubehör und so versäumten es die großen Anbieter, in das Geschäft mit Anwendungssoftware einzusteigen.
Diese Zurückhaltung ließ Raum für einzelne findige Neugründungen, heute würde man sie Start-Ups nennen, die mittlerweile zu Weltkonzernen aufgestiegen sind. sie kamen auf die eigentlich nahe liegende Idee, dass alle Unternehmen die gleichen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu beachten haben und sie daher offenbar immer wieder von neuem - jedes für sich - die gleichen Aufgaben bei der Erstellung ihrer Programme für das Rechnungswesen lösten. Für andere Anwendungsfelder galten zwar keine einheitlichen gesetzlichen Vorgaben, aber allgemein verbreitet betriebswirtschaftliche Erkenntnisse, die in Software für Kostenrechnung, Logistik und Produktion einflossen (siehe Abbildung Standardanwendungen der 1970er Jahre). Was lag also näher, als diese Systeme einmal zu erstellen und dann an eine Vielzahl von Kunden zu verkaufen?
Diese ersten Beispiele
betriebswirtschaftlicher Standardanwendungssoftware liefen auf Großrechnern.
Zielgruppe der Anbieter waren v.a. große Konzerne, die eigene Rechenzentren
unterhielten. Das erste Produkt der SAP, System RF, ist ein Beispiel für solche
Software, die das Rechnungswesen großer Konzerne verwaltete. "R" stand dabei für
Realtime, damals eine Besonderheit gegenüber der üblichen Stapelverwaltung und
kurioserweise bis heute Bestandteil des Produktnamen von SAP R/3.
Mit der Zeit kamen mehr und mehr Anbieter auf den Markt, die sich nicht mehr nur
auf Großrechnern als Plattform beschränkten. Sie boten auch Software für
Minirechner (Midrange-Systeme), insbesondere für die Abteilungsrechner der IBM
an. Die Kundengruppe wurde dadurch um mittelgroße Unternehmen erweitert. Viele
dieser Anbieter sind inzwischen durch Unternehmensübernahmen oder Insolvenzen
wieder vom Markt verschwunden, einige jedoch sind bis heute erfolgreich.
1980er Jahre: Die ersten ERP-Systeme
Die ersten betriebswirtschaftlichen Applikationen bedienten jeweils einen Teilbereich des Unternehmens. Da zwischen Finanz- und Güterströmen innerhalb eines Unternehmens aber zahlreiche Verbindungen bestehen, lag es nahe, die entsprechenden Anwendungssysteme auf einer gemeinsamen Plattform laufen zu lassen, uns sie auf gemeinsame Daten zugreifen zu lassen. Schließlich betraf der Verkauf eines Produktes die Buchhaltung, die die Höhe des Umsatzes erfasste, ebenso wie die Logistiksysteme, die Produktion und Lieferung verwalteten. Waren dafür Sonderschichten notwendig, so war auch das Personalverwaltungssystem involviert.
Arbeitete man mit getrennten Systemen, so mussten viele Vorgänge mehrfach erfasst und diese Systeme von Hand konsistent gehalten werden. Natürlich konnte man Schnittstellen entwickeln, die dieses Problem behoben; nahe liegender war es jedoch, alle Aufgaben gleich einem einzigen System anzuvertrauen. Aus dieser Erkenntnis heraus entstanden in den 1980er Jahren integrierte Anwendungssysteme für alle Abteilungen eines Unternehmens. Sie operierten auf einer einheitlichen Datenbank und Laufzeitumgebung. Für sie hat sich der Begriff Enterprise-Resource-Planning (ERP) durchgesetzt. ERP-Systeme sind bis heute unverzichtbarer Kern jeder Anwendungslandschaft in einem Unternehmen.
Eines dieser ersten ERP-Systeme war das R/2-System der SAP. Es war für große Konzerne konzipiert und lief auf Großrechnerplattformen, deckte aber mit Finanzwesen, Rechnungswesen, Logistik, Produktion und Personalwesen schon alle wichtigen Einsatzfelder im Unternehmen ab.
Quasi alle großen Konzern entschieden sich für R/2 oder ein anderes dieser ersten ERP-Systeme auf Großrechnerplattformen. Einige dieser Installationen sind bis heute im Einsatz.
In den 1980er Jahren traten viele neue Anbieter auf den Markt für Business Software. Der niederländische Hersteller Baan war ausgesprochen erfolgreich mit einem ausgeklügelten System für die Produktionsplanung und -steuerung (PPS), das später um andere Funktionen erweitert und zum ERP-System ausgebaut wurde.
Insbesondere in Deutschland entwickelte sich eine Vielzahl kleiner, lokal oder regional begrenzt auftretender Anbieter, die häufig auf bestimmte Branchen spezialisiert waren.
In vielen Fällen wurden Speziallösungen für einzelne Unternehmen zur Standardlösung ausgebaut und auf den Markt gebracht. Bekanntestes Beispiel ist Pamela Lopker, die als Mathematikerin auf einer Progress-Datenbank ein PPS-System für die Schuhfabrik ihres Mannes entwickelte. Da sich mehr und mehr Unternehmen für dieses System interessierten, überstieg der Gewinn aus dem Softwarevertrieb bald den aus dem Schuhgeschäft und die beiden konzentrierten sich fortan auf die Weiterentwicklung ihrer Anwendungssoftware zur ERP-Lösung. Pamela und Karl Lopker leiten bis heute das Unternehmen QAD, an dem sie die Aktienmehrheit halten.
Erste Anbieter experimentierten mit graphischen Benutzeroberflächen (sog. Graphical User Interface, GUI). Erstmals wurden auch kleinere Unternehmen als Kunden entdeckt.
1990er Jahre: Konsolidierung der ERP-Anbieter
Anfang der 1990er Jahre wuchs der ERP-Markt nach wie vor rasant. Einen Großteil dieses Wachstums konnten einige wenige Anbieter für sich verbuchen. Es entstand eine Gruppe von ERP-Herstellern, die sehr schnell an Umsatz, Gewinn und Mitarbeiterzahl zulegte. Andere Hersteller hatten es immer schwerer, mit dieser Gruppe gleichzuziehen. Einige mittelgroße ERP-Softwarehäuser konnte sich dem Konsolidierungseffekt entziehen und lange selbständig bleiben.
SAP brachte 1992 das System R/3 auf den Markt, das als R/2-Alternative für den Client-Server-Markt konzipiert war und sich zu dessen Nachfolgeprodukt entwickelte. Es lief serverseitig v.a. auf Unix-Plattformen, seltener auf IBMs AS/400-Rechnern, später auch auf Windows-Plattformen und vereinzelt auf Großrechnern. Seine Client-Server-Architektur bezog die inzwischen aufgekommenen PCs an den Arbeitsplätzen der Endbenutzer mit in die Systemarchitektur ein, indem sie sie zur graphischen Darstellung der Benutzeroberfläche nutzte. Hauptanwender waren wiederum größere Unternehmen. Im laufe der Jahre führten immer kleinere Unternehmen R/3 und vergleichbare Produkte ein.
Während SAP zunächst Finanzsoftware hergestellt hatte und dann durch ergänzende Produktions- und Logistikfunktionalität zum ERP-Anbieter geworden war, war der niederländische Hersteller Baan den umgekehrten Weg gegangen: Baan galt Anfang der 1990er Jahre als der ERP-Anbieter mit besonders umfassenden Funktionen für die Produktionsplanung und -steuerung (PPS).
Wiederum einen anderen Weg beschritt Peoplesoft. Das US-Unternehmen startete mit personalwirtschaftlicher Software und baute diese Anwendungen mit PPS-, Finanz- und Logistikfunktionen zum ERP-System aus.
Mit Oracle drängte einer der größten Datenbankanbieter in den Markt für Business Software. Dies wurde für andere Anbieter besonders unangenehm, weil ihre eigenen Applikationen zum Teil auf Oracle-Datenbanken installiert waren.
Die Anbieter betriebswirtschaftlicher Software für die AS/400-Plattform begannen, auf dem Markt für unix- und windowsbasierte Anwendungen aufzutreten. Viele von ihnen waren auf bestimmte Branchen spezialisiert - wie z.B. der amerikanische Anbieter Marcam, das schwedische Unternehmen Intentia, der britische Anbieter JBA sowie SSA und D.J. Edwards aus den USA. Je später ihre neuen Systeme entstanden, desto moderner war ihre Basistechnologie im Vergleich mit etablierten Produkten. Sie setzten z.T. bereits objektorientierte und internetbasierte Technologien bei der Entwicklung ein. Da sie bzgl. der Funktionalität aber ihrerseits einen Rückstand aufzuholen hatten, konnten sie diesen technologischen Vorsprung nur in begrenztem Umfang in wirtschftlichen Erfolg umsetzen.
Die gängigen ERP-Systeme verfügten über immer mehr Funktionen und wurden daher immer komplexer. Die umfassender Softwarepakete der marktführenden Unternehmen waren v.a. für große Unternehmen geeignet. Aus diesem Grund spezialisierten sich immer mehr Softwarehäuser darauf, spezielle ERP-Software für KMUs anzubieten. Dabei handelte es sich um windowsbasierte Systeme. Als Beispiel für solche Unternehmen seien die dänische Navision AG, die 1984 von drei Studenten gegründet worden war, sowie Great Plains zu nennen.
1989er Jahre: Konsolidierung der ERP-Anbieter
In den 1990er Jahren fanden bedeutende Akquisitionen und Übernahmen statt. So wurden z.B. Baan und Marcam von Invensys, einem Hersteller von Software für die Fertigungssteuerung, übernommen. Invensys wurde damit zum Komplettanbieter von Software für die Produktion von der obersten betriebswirtschaftlichen Planungsebene bis zur Steuerung der Maschinen. Mittlerweile ist Baan wie SSA im Besitz einer Investorengruppe, die aus Cerberus Capital Management und General Atlantic Partners besteht.
Die ersten Anbieter von Business Software, die neue Softwaregattungen außerhalb des ERP-Markts schufen, entstanden zu Beginne der 1990er Jahre. Im Bereich Customer-Relationship-Management sind v.a. Siebel und Vantive zu nennen; im Bereich Supply-Chain-Management waren i2 und Manugistics besonders erfolgreich.
Um den Durchbruch solcher spezialisierten Unternehmen zu stoppen, schlossen sich die marktführenden Unternehmen Partnerschaften zusammen (z.B. SAP und Commerce One), akquierierten diese (z.B. Baan übernahm Aurum; Peoplesoft übernahm Red Pepper; J.D. Edwards übernahm Numetrix) oder entwickelten selbst spezielle Produkte (z.B. SCM-Software SAP APO).
Diese neuen Softwarekategorien gewannen in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre gegenüber dem traditionellen ERP-Geschäft mehr und mehr an Bedeutung.
Heute: Eine Vielzahl von Softwarekategorien
Heute lässt sich der Markt für Business Software in folgende Kategorien unterteilen:
- CRM
- EAI
- E-Business
Lediglich drei großen Unternehmen gelang es, diese drei Bereiche mit eigenen Produkten abzudecken: SAP, Oracle und Peoplesoft.
Neben diesen drei marktführenden Unternehmen existiert eine Vielzahl von Spezialanbietern, die sich jeweils nur auf einen dieser Märkte spezialisieren.
Von besonderem Interesse für die Hersteller ist heute der Markt der KMUs, nachdem zumindest der ERP-Großkundenmarkt größtenteils gesättigt ist. Microsoft tritt nach den beiden genannten Akquisitionen hier als Anbieter auf, ebenso wie Sage KHK und SAP mit ihrem Produkt Business One.
Dienstleistungen im Umfeld betriebswirtschaftlicher Software
Im Business Software Bereich existieren neben der Entwicklung und dem Vertrieb der Software noch eine Vielzahl von Dienstleistungen.
Abbildung: Dienstleistungen im Business Software Bereich
*Service & Support (Wartung)
*(Externe) Beratungsdienste
*Training (der Endbenutzer)
Dienstleistungen im Umfeld betriebswirtschaftlicher Software:
Application Service Provision (ASP)
Nur in sehr begrenztem Umfang konnte sich in Bezug auf Business Software bislang ASP durchsetzen. Dabei wird eine Software komplett vom Hersteller oder einem anderen Dienstleister betrieben. Der Anwender zahlt eine monatliche Gebühr dafür, sie nutzen zu können. Aus technischer Sicht ist diese Modell heute auch bei großen Benutzerzahlen durchaus möglich. Die Anwender greifen über Mietleitungen oder über das Internet auf die Anwendung zu. Im Falle einer reinen Weboberfläche sind nicht einmal mehr zusätzliche Öffnungen der Firewalls notwendig. Der Endanwender greift per Browser auf das System des Providers zu.
ASP ist v.a. für kleinere Unternehmen interessant, für die sich der selbständige Betrieb eines hochverfügbaren Systems nicht lohnt.
Aus der Anwendung von ASP resultieren folgende Vorteile:
*kurze Einführungszeiten
*vorhandene Expertise des Betreibers
*fest planbare Betriebskosten
*geringer Aufwand
Diesen Vorteilen stehen die folgenden Nachteile gegenüber:
*Abhängigkeit vom AS-Provider
*externe Speicherung kritischer Daten
*hohe Benutzergebühren
SAP
Die Abkürzung SAP steht für "Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung" oder "Systems, Applications and Products in data processing". Die SAP wurde 1972 gegründet. Sie hat ihren Hauptsitz in Walldorf, Deutschland. SAP vertrieb zunächst ein System für das Finanz- und Rechnungswesen, später mit R/2 ein komplettes ERP-System. 1992 kam R/3 auf den Markt. Seit 1988 ist sie in Deutschland börsennotiert, seit 1998 auch in den USA. In den letzten Jahren biete sie auch Nicht-ERP-Anwendern Produkte an, z.B. Software für elektronische Marktplätze und Portale. Heute arbeiten nach eigenen Angaben etwa 10 Millionen Benutzer an über 600.000 Installationen mit SAP-Software. Aktuelles Projekt ist my.sap, eine Gesamtlösung, die neben den ERP-Anwendungen viel neuere Produkte umfasst.
Oracle
Die Firma Oracle wurde 1977 gegründet. Ihr Hauptsitz befindet sich in Redwood Shores, Kalifornien. Als eine der ersten Firmen brachte sie ein relationales Datenbanksystem für kommerzielle Anwendungen auf den Markt. Oracle gilt bis heute als eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich, viele Konkurrenzapplikationen arbeiten auf der Grundlage einer Oracle-Datenbank. Oracle ist seit 1986 börsennotiert. Inzwischen entwickelt man außer Datenbanken auch alle Arten betriebswirtschaftlicher Anwendungssoftware. Oracle gilt als ein Softwarehaus, das besonderen Wert auf die Technologie legt, die seinen Anwendungen zugrunde liegt. Als eines der Unternehmen hat es sich auf eine webbasierte Architektur festgelegt.
Peoplesoft
Das jüngste unter den hier beschriebenen Unternehmen ist Peoplesoft. Es wurde 1987 in Kalifornien gegründet und erlebte in den ersten Jahren einen rapiden Aufstieg. Bereits kurz nach der Gründung wurde ein zweistufiges Client-Server-System für personalwirtschaftliche Anwendungen entwickelt und vertrieben. Zunächst konzentrierte man sich auf strategische Human-Resources-Anwendungen (sog. HR-Anwendungen) wie Personalentwicklung, dann erweiterte man die Software zunächst um operative Funktionen wie z.B. Lohn -und Gehaltsabrechnung. Schließlich entwickelte man sie zur kompletten ERP-Suite weiter, indem man Logistik- und Finanzanwendungen ergänzte. Seit 1992 werden die Aktien von Peoplesoft öffentlich gehandelt.
Mit der Version Peoplesoft 7 ging das Unternehmen recht spät auf eine dreistufige Architektur (Benutzerrechner, Anwendungsserver, Datenbankserver) über. 1999 übernahm Peoplesoft mit Vantive einen der großen Anbieter von Software für das Customer-Relationship-Management (CRM) und integrierte das System mit einer ERP-Lösung. Das aktuelle Produkt heißt Peoplesoft 8.
2003 übernahm Peoplesoft den Wettbewerber J.D. Edwards. Die Produktpaletten der Unternehmen ergänzen sich, da J.D. Edwards v.a. bei mittelgroßen Unternehmen der Fertigungsindustrie verbreitet ist, Peoplesoft dagegen insbesondere große Konzerne zu seinen Kunden zählt.
Im Jahr 2004 wurde Peoplesoft von Oracle übernommen.
Navision, Great Plains, Microsoft
In den ersten Jahren des ERP-Booms konzentrierten sich die meisten Anbieter auf große Unternehmen und Konzerne als Kunden. Hier war mit relativ geringem Vertriebsaufwand viel Umsatz zu erzielen, da diese Kunden jeweils große Anzahlen von Lizenzen beschafften. Dieser Umstand ermöglichte es Nischenanbietern, leicht konfigurierbare, aber funktional beschränkte ERP-Lösungen mit großen Erfolg an kleinere Unternehmen zu vertreiben. Inzwischen ist der ERP-Markt für Konzerne weitgehend gesättigt und alle Anbieter versuchen, kleinere Unternehmen als Kunden zu gewinnen. Die Mittelstandspezialisten müssen daher heute mit den Generalisten konkurrieren.
Zwei der bedeutendsten Anbieter von ERP-Software für kleinere, mittelständige Unternehmen waren Navision und Great Plains, die inzwischen beide von Microsoft übernommen wurde.
Navision wurde 1984 in Dänemark gegründet und spezialisierte sich früh auf ERP-Software für Microsoft-Betriebssysteme, die damals noch als reine Endbenutzerplattformen galten. 1995 wurde mit Navision Financials eine ERP-Lösung mit Client-Server-Architektur auf den Markt gebracht. Funktionen für das Finanz- und Rechnungswesen waren im Standard enthalten, die Anpassung an die Anforderungen der Kunden besorgten Implementierungspartner, die bei Bedarf auch Logistikfunktionen ergänzten. Navision schloss sich im Jahr 2000 mit Damgaard, einem anderen dänischen ERP-Anbieter zusammen.
Great Plains ist ein amerikanisches Unternehmen,
das 1981 in Fargo gegründet wurde und ebenfalls ERP-Systeme auf
Microsoft-Plattformen entwickelte. Während Navision im europäischen
Markt erfolgreich war, lag Great Plains Stärke in Nordamerika. Inzwischen
weren die Produkte von Navision und Great Plains von Microsoft vertrieben und
weiterentwickelt.
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Die Daten
der verschiedenen betriebswirtschaftlichen Bereiche werden bei einem ERP-System
zentral in einer Datenbank gespeichert.
Dies ermöglicht eine bereichsübergreifende Datennutzung, ohne dass
die Daten mehrfach eingegeben und gepflegt werden müssen.
Beispiel 1:
Bei der Buchung eines Wareneingangs in der Materialwirtschaft werden ohne Zusatzaufwand
auch die Konten der Finanzbuchhaltung wertmäßig fortgeschrieben.
Folglich ist Integration das zentrale Merkmal
von ERP-Systemen.
Unter Integration versteht man die (Wieder-)Herstellung eines einheitlichen
Systems. Anwendungssysteme (siehe Anwendungssystem),
die aufgrund von funktionaler Spezialisierung oder unterschiedlicher technischer
Entwicklung bislang nur schlecht zusammengewirkt haben, werden nunmehr zusammengeführt.
Aus sich gegenseitig ergänzenden Teilen wird eine neue umfassende Einheit
geschaffen, die mehr Nutzen bringt als die bloße Summe ihrer Einzelteile.
Bezogen auf betriebswirtschaftliche Anwendungen werden miteinander verzahnte
Arbeitsgebiete informationstechnisch von einem
einheitlichen System versorgt. Integration begegnet uns in unterschiedlichen
Formen (siehe Integrationsformen).
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Wie bereits erwähnt, sind ERP-Systeme die Erweiterung der in Industriebetrieben eingesetzten Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme (PPS) und enthalten deren Grundkomponenten. Diese Softwarepakete unterstützen den gesamten Prozess der Planung und Ausführung von Fertigungsaufträgen, von der Angebotsbearbeitung, Beschaffung, Lagerhaltung, Material- und Ressourcenplanung bis zur Fertigungsüberwachung und Auslieferung, mit dem Ziel, die Geschäftsprozesse im Hinblick auf Mengen-, Termin- und Kapazitätsaspekten zu optimieren. Im Unterschied zu den PPS-Systemen sind bei den ERP-Systemen betriebswirtschaftliche Funktionsbereiche hinzugekommen. Diese umfassen vor allem Module für Vertrieb, Rechnungswesen und Personalwirtschaft.
Der Begriff ERP, der heute eine weite Verbreitung gefunden hat, ist eigentlich unglücklich gewählt, da bei ERP-Systemen weder die Ressourcen noch die Planung, sondern die integrative Abwicklung
von Geschäftsprozessen im Mittelpunkt steht.
Mittelpunkt eines jeden ERP-Systems steht
eine zentrale Datenbank, in der alle Daten
der verschiedenen betriebswirtschaftlichen Bereiche gespeichert sind. Der Vorteil
einer solchen zentralen Datenbank ist, dass eine bereichsübergreifende
Datennutzung möglich ist, ohne dass die Daten mehrfach eingegeben
und gepflegt werden müssen. Neben dieser zentralen Datenbank gibt es auch
bestimmte Programme, die für alle Anwendungsbereiche nutzbar sind
Der prinzipielle Aufbau eines ERP-Systems ist in Abbildung 1 (siehe Abbildung
1) sowie in Abbildung 2 (siehe Abbildung 2)
dargestellt.
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Eine grundsätzliche Einteilung erfolgt in operative und analytische Anwendungen. Bei einer operativen Anwendung steht die Bearbeitung eines einzelnen Geschäftsvorfalls im Mittelpunkt, beispielsweise die Verbuchung einer Lieferantenrechnung mit Hilfe eines Anwendungsprogrammes. Die analytischen Systeme erzeugen Auswertungen, Kennzahlen und Grafiken vor allem für das Management, sie enthalten zusammengefasste (aggregierte) Informationen.
Ein ERP-System (z.B. das Programm SAP) umfasst folgende Funktionen:
Das Basismodul ist im wesentlichen dafür zuständig, die Verbindung zwischen Datenbank und den angeschlossenen Modulen zu gewährleisten. Des weiteren sind noch folgende wichtige Funktionen integriert:
Finanzbuchhaltung
Mit Hilfe des Moduls "Finanzbuchhaltung" erfolgen die klassischen Buchhaltungsarbeiten wie Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung.
Anlagenbuchhaltung
Die Applikation Anlagenbuchhaltung übernimmt die Verwaltung und Kontrolle des Anlagevermögens. Der Umfang der Anlagenbuchhaltung besteht aus drei Teilkomponenten:
Die Aufgabe der Komponente Anlagenbuchhaltung besteht darin, dass sie eine Anlage von der Bestellung ab oder dem ersten Zugang oder einer sich im Bau befindlichen Anlage bis zum Abgang führt. Dabei werden in dieser Zeit verschiedene Werte für die Abschreibung, Zinsen, Versicherungen etc, errechnet und in vielfältiger Form, z.B. Online, auf Papier oder auf Datenträger geschrieben. Auf diese Daten kann man beliebig oft und zu jeder Zeit zurückgreifen.
Abbildung zeigt den Informationsfluss im Rechnungswesen.
Die Aufgaben der Kostenrechnung lassen sich beschreiben wie folgt:
Im System R/3 können von anderen Applikationen Daten direkt an die Anlagenbuchhaltung übergeben werden, z.B. kann der Waren- bzw. Rechnungseingang direkt eine Anlage auf die Anlagenbuchhaltung kontieren.
Andererseits kann man von der Anlagenbuchhaltung an andere Systeme Daten weitergeben, z.B. Abschreibungen und Zinsen werden direkt an die Finanzbuchhaltung und an die Kostenrechnung weitergegeben.
Integration erspart eine Doppelerfassung und Schnittstellenprogramme.
Personalwirtschaft
Das System unterstützt den Anwender (siehe Abbildung) in den Bereichen der personalwirtschaftlichen Abläufe: von Personalplanung und Bewerberverwaltung, über Personaladministration und -abrechnung bis zur qualitativen Personalentwicklung.
Mit dem Personalwirtschaftsmodul erhält der Anwender Einzelkomponenten, die sowohl einzeln als auch im Verbund mit Fremdsystemen einsetzbar sind. Der modulare Aufbau gestattet einen stufenweisen Einsatz.
Das Modul setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:
Die Instandhaltung (IH) setzt sich aus der
zusammen.
Die Instandhaltung lässt sich weiters untergliedern in:
Abbildung stellt den funktionalen Ablauf der Produktionsplanung dar.
Die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) ist eine der ältesten und umfangreichsten EDV-Anwendungen im Industriebetrieb und für ein Unternehmen eines der wichtigsten. Die Marktstellung eines Unternehmens hängt in erster Linie von der Qualität, Funktionalität und Innovation seiner Produkte ab. Das allein kann aber nicht ausschlaggebend sein, denn auch Unternehmen mit hochwertigen Produkten verschwinden vom Markt. Es gibt also noch einen weiteren, entscheidenden Einfluss für das Gedeihen eines Unternehmens, nämlich die Organisation des Güterflusses. Auffällig ist, dass florierende Unternehmen eine straffe Organisation des logistischen Flusses vom Lieferanten bis hin zum Kunden besitzen; sie verwenden besonders gute PPS-Systeme. Die Produktionsplanung und -steuerung befasst sich mit der Organisation aller Vorgänge, die beim Güterfluss durch die Produktion zu planen und zu steuern sind.
Jeder Industriebetrieb stellt Produkte aus den drei Elementarfaktoren Material, Personal und Betriebsmittel her. Die Aufgabe der PPS ist es nun, diese Elementarfaktoren terminlich und mengenmäßig zu koordinieren. Die Optimierung einzelner Elemente kann kaum zu einem Optimum führen, da bei einer Optimierung der Beschaffungsteile zum Beispiel vorausgesetzt werden muss, dass Personal- und Maschinenkapazitäten in beliebiger Menge zur Verfügung stehen. Daraus wird erkenntlich, dass es wichtiger ist, die drei Elementarfaktoren gemeinsam zu planen und zu optimieren.
Aus den Aufgaben, die ein PPS-System zu erfüllen hat, lassen sich 5 wichtige Forderungen ableiten:
1. Simultane Planung der Elementarfaktoren
Wer zuerst das Material, anschließend die Kapazität und danach die Werkzeuge plant, muss entweder das Material, die Kapazität oder die Werkzeuge im Überfluss planen, weil sonst die sukzessive Planung nur zu Sonderfällen und Eilaufträgen führen würde.
Man plant also in allen Ressourcen Puffer ein und verlängert so die Durchlaufzeit um ein Vielfaches.
Sobald andererseits einer der Elementarfaktoren in zu geringer Menge oder zu spät bereitgestellt wird, entstehen bei allen anderen Elementarfaktoren Gemeinkosten (Brach-, Liege- und Wartezeiten). Es kommt im Industriebetrieb weniger darauf an, dass die Planung eines Faktors mit großer Genauigkeit erfolgt vielmehr ist es wichtig, jederzeit das Zusammenspiel planerisch zu erfassen. In jeder Planungs- und Steuerungsphase müssen Material und Kapazität gleichzeitig geplant und überwacht werden.
2. Grundprinzip der knappen Mengenplanung
Sobald einer der Elementarfaktoren in zu hoher Menge oder zu früh verfügbar ist, entstehen ebenfalls vermeidbare Gemeinkosten. Ein PPS-System muss also aufzeigen, welche Elementarfaktoren in zu großer Menge eingeplant werden.
3. Grundprinzip der knappen Terminplanung
Ungenauigkeiten in der Mengenplanung können durch kleine Sicherheitsreserven aufgefangen werden. Terminliche Ungenauigkeiten dagegen verlängern die Durchlaufzeit. Just-In-Time ist hier das Schlagwort. Die Terminabweichung eines Arbeitsgangs kann sich auf alle noch nicht bearbeiteten Arbeitsgänge und Baugruppen eines Kundenauftragsnetzes auswirken. Eine Terminabweichung hat viel krassere Konsequenzen als eine Verbrauchsabweichung und muss somit bei einem PPS-System mit Vorrang behandelt werden. Wer seinen Informationsfluss straffen will, muss möglichst knapp planen. Alle Puffer verzögern den Güter- und Informationsfluss.
4. Echtzeitplanung
Im kommerziellen Bereich ist unter Echtzeitplanung zu verstehen, dass Ereignisse in ihren direkten und indirekten Folgen möglichst zeitnah verbucht werden. Es genügt nicht, einen Auftrag im Dialog zu stornieren; auch die anderen Aufträge, die jetzt vorgezogen werden können, müssen möglichst zeitnah umterminiert werden, was bedeutet, dass die PPS-Datenbank stets aktuelle Daten enthält. Batchläufe reichen dazu schon nicht mehr aus.
5. Abteilungsübergreifende Planung
Ziel ist es, dass alle Abteilungen zeitgleich ihren Auftrag erledigen können. Wenn jeder wartet, bis er an der Reihe ist, ist die Verweilzeit riesig.
Hier sieht man den Vorteil, wenn alle Daten an jedem Arbeitsplatz verfügbar sind, und somit die Auftragsbearbeitung gestrafft und möglichst parallelisiert werden kann.
Befragungen unter PPS-Anwendern haben bestätigt, dass die Verringerung der Durchlaufzeit, die Reduzierung der Lagerbestände, die Steigerung der Termintreue und eine Verbesserung der Kapazitätsauslastung zu den wichtigsten Zielen gezählt werden. Diese vier Ziele stehen auch im engsten Zusammenhang, da die Änderung einer Zielsetzung Einfluss auf alle Größen hat. Diese Bereiche müssen also gemeinsam geplant und ein individuelles Gleichgewicht festgelegt werden.
Zur EDV-gestützten Produktionsplanung und -steuerung gibt es in naher Zukunft keine Alternative. Der Markt fordert von den europäischen Unternehmen hohe Variantenvielfalt, kurze Lieferzeiten, ständige Produktinnovationen und hohe Produktqualität. Das führt zu immer größerem Datenvolumen und zu erhöhtem Planungs- und Steuerungsaufwand.
Materialwirtschaft
Es werden sowohl die Verantwortlichen als auch die Sachbearbeiterinnen innerhalb des Bereichs Einkauf unterstützt, indem viele Bearbeitungsvorgänge automatisiert werden können. Dies geschieht zum einen dadurch, dass alle für den Beschaffungsprozess notwendigen Belege mit dem System erstellt und bearbeitet werden könne, zum anderen dadurch, dass alle für den Beschaffungsprozess notwendigen Belege mit dem System erstellt und bearbeitet werden können, zum anderen dadurch, dass die Möglichkeit besteht, Auswertungen zu sämtlichen einkaufsrelevanten Aktivitäten zu erzeugen. Der Einkauf greift hierzu auf Stammdaten, z.B. Material- und Lieferantenstammdaten, zurück und bietet ebenfalls die Möglichkeit, Auswertungen über dies Einkaufsdaten zu erstellen.
II. Bestandsführung
Zu den Aufgaben der Bestandsführung gehören:
Das Vertriebssystem ist als integrierter Baustein des ERP-Systems auf die Belange der Materialwirtschaft und des Rechnungswesens abgestimmt. Es soll alle im Vertrieb anfallenden Aufgaben und Aktivitäten sowie die Verfolgung der Informationen entlang der logistischen Kette optimieren.
Das ERP-System leistet nur dann einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg, wenn das Unternehmen schnell und flexibel auf die Marktbedürfnisse reagieren kann. Diese Zielsetzung soll durch das integrierte Vertriebssystem ermöglicht werden.
Das System stellt eine branchenneutrale Gesamtlösung für die Aufgaben:
dar.
Der Anwender gewinnt mit dem Vertriebsinformationssystem aussagekräftige Daten und variable Auswertungen als Entscheidungshilfen im Tagesgeschäft und zur Ausarbeitung strategischer Planungen, wobei der fortlaufende Austausch von Informationen mit andern Funktionsbereichen des ERP-Systems eine aktuelle Datenbasis gewährleistet.
Business Workflow und Office Communication
Workflow ist zur Zeit und wohl auch noch in Zukunft ein überaus wichtiges Thema, besonders wenn es darum geht, die Produktivität in den Verwaltungen zu steigern.
In der Produktion wurde in den letzten Jahren schon sehr viel rationalisiert. Fließbandfertigung, Roboter, Lean-Production und Just-In-Time-Production waren die Schlagworte.
In der Verwaltung dagegen steht hier kein nennenswerter Produktivitätszuwachs gegenüber.
Man kaufte zwar immer leistungsfähigere und teurere Rechner, fragte sich aber immer nur, wie schnell der Computer ist und welche Daten und Abläufe mit ihrer Hilfe abgebildet werden können. Dabei wurde meist die Hauptinformationen des Tagesgeschäfts außer acht gelassen, da diese nur auf Papier vorhanden waren.
Angesichts der immer größer werdenden Konkurrenz ist ein Umdenken in Richtung Büroautomatisierung mit dem Ziel der Rationalisierung dringend erforderlich.
Stichwortartig lassen sich die Grobziele für den Einsatz von Workflow-Systemen wie folgt zusammenfassen:
Qualitative Vorteile von Workflow:
Quantitative Vorteile von Workflow:
Nachteile von Workflow:
In der SAP-Oberfläche werden die Module zu den Gruppen
zusammengefasst.
Die Entwicklungsfunktionen sowie die Elemente des Basissystems finden sich in den Gruppen
wieder.
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Mit dem Customizing wird das ERP-System auf die speziellen Anforderungen und Bedürfnisse eines Unternehmens eingestellt bzw. bestehende Strukturen modifiziert und erweitert. Des weiteren werden über das Customizing neue Anwendungen und Releases problemlos in bestehende Systemstrukturen mit eingebunden.

Quelle: http://www.sap.info/public/en/popupimage.php4/ImageFile-309483f77fab33a300
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Ein ERP-System zeichnet sich dadurch aus, dass Geschäftsprozesse integriert über mehrere Module und mehrere organisatorische Einheiten hinweg bearbeitet werden können. Mit dem Mittel der Nachrichtensteuerung können weite Teilbereiche bei der Bearbeitung eines Geschäftsprozesses automatisiert werden. Für die Behandlung von eingehenden elektronischen Nachrichten steht ebenfalls Funktionalität zur Verfügung. Ausgezeichnet sind die Bearbeitungsmöglichkeiten für eingehende Originaldokumente. Auf eine Bearbeitung eines Papierdokuments kann vollständig verzichtet werden, da nach dem Erfassen des Papierdokuments dieses in elektronischer Form jederzeit angezeigt und weitergereicht werden kann. Für eingehende Originaldokumente steht ein einstufiges Verarbeitungskonzept zur Verfügung, wodurch automatisch die zur Verarbeitung benötigte Transaktion aufgerufen wird.
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