VI. Aufbau / Konzeption
Wie bereits erwähnt, sind ERP-Systeme die Erweiterung der in Industriebetrieben eingesetzten Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme (PPS) und enthalten deren Grundkomponenten. Diese Softwarepakete unterstützen den gesamten Prozess der Planung und Ausführung von Fertigungsaufträgen, von der Angebotsbearbeitung, Beschaffung, Lagerhaltung, Material- und Ressourcenplanung bis zur Fertigungsüberwachung und Auslieferung, mit dem Ziel, die Geschäftsprozesse im Hinblick auf Mengen-, Termin- und Kapazitätsaspekten zu optimieren. Im Unterschied zu den PPS-Systemen sind bei den ERP-Systemen betriebswirtschaftliche Funktionsbereiche hinzugekommen. Diese umfassen vor allem Module für Vertrieb, Rechnungswesen und Personalwirtschaft.
Der Begriff „ERP“, der heute eine weite
Verbreitung gefunden hat, ist eigentlich unglücklich gewählt, da bei
ERP-Systemen weder die Ressourcen noch die Planung, sondern die
integrative Abwicklung
von Geschäftsprozessen im Mittelpunkt steht.
Mittelpunkt eines jeden ERP-Systems steht
eine zentrale Datenbank, in der alle Daten
der verschiedenen betriebswirtschaftlichen Bereiche gespeichert sind. Der
Vorteil einer solchen zentralen Datenbank ist, dass eine
bereichsübergreifende Datennutzung möglich ist, ohne dass die
Daten mehrfach eingegeben und gepflegt werden müssen. Neben dieser zentralen
Datenbank gibt es auch bestimmte Programme, die für alle Anwendungsbereiche
nutzbar sind
Der prinzipielle Aufbau eines ERP-Systems ist in Abbildung 1 (siehe
Abbildung 1) sowie in Abbildung 2 (siehe
Abbildung 2) dargestellt.