A

Administrationssysteme haben die Aufgabe, die Massendatenverarbeitung zu rationalisieren und Routineaufgaben zu bewältigen.

Die Anwendungsarchitektur stellt ein Teilsystem eines Informations- und Kommunikationssystems dar.

Anwendungssoftware bieten Lösungen für fachliche Probleme. Dazu gehören technisch-wissenschaftliche Programme, kommerzielle, auf
allgemein betriebliche Funktionen bezogene Programme (z.B. Finanzbuchhaltung) und Branchenprogramme.

Unter Application Service Provision (ASP) versteht man das Anbieten von Anwendungen und Serviceleistungen an Einzelpersonen und Betriebe über das Internet. Dadurch ist es nicht mehr notwendig teure und eventuell selten genutzte Anwendungen lokal zu installieren, sondern man überträgt die Verantwortung einem Dienstleister, der sich zusätzlich um die Pflege und Wartung des Systems kümmert. Die Abrechnung erfolgt über Pauschalgebühr oder auf Nutzungsbasis.

Unter Architektur soll ein spezielles System verstanden werden, das durch eine hierarchische Strukturierung charakterisiert ist.

B

Basissysteme sind die Grundlage für den Betrieb von Anwendungssoftware. Der Beitrag zur Leistungserstellung von Basissystemen ist indirekt. In Basissystemen sind ausschließlich anwendungsunabhängige Funktionen implementiert.

Die Branchenlösung ist ein Softwarepaket, das an die Funktionen und Geschäftsprozesse eines speziellen Wirtschaftszweigs angepasst ist. Dazu gehören auch damit zusammenhängende Service- und Unterstützungstätigkeiten, wie zum Beispiel Hilfe bei der Implementierung. Branchenlösungen basieren of tauf universellen Anwendungen die um spezifische Merkmale der jeweiligen Branche ergänzt werden. Die Vorteile von Branchenlösungen liefen in einer besseren Abbildung der Anforderungen spezieller Wirtschaftszweige. Die Anpassung an die unternehmensindividuellen Geschäftsprozesse wird dadurch wesentlich vereinfacht. Zusätzliche besteht bei der Implementierung derartiger Systeme die Möglichkeit "Branchenwissen" zu übernehmen, das heißt, die eigenen Prozesse an das aktuelle betriebswirtschaftliche Know-how und die derzeit geltenden Standards anzupassen.

C

CIM-System (Scheer) Bei CIM bzw. im "integrierten Industriebetrieben" sollen primär betriebswirtschaftliche Informationsaufgaben (Produktionsplanungs- und
-steuerungssystem = PPS) mit technischen Informationsaufgaben über gemeinsam benutzte Grunddatenbestände für Stücklisten, Arbeitspläne
und Betriebsmittel integriert werden.

Unter Client-Server-Architektur versteht man eine kooperative Form der Informationsverarbeitung, bei der sich ergänzende Softwarekomponenten auf unterschiedliche Rechner aufgeteilt werden. Die verschiedenen Rechner sind über ein Rechnernetz verbunden. In einem solchen Netzwerk bieten einige Softwarekomponenten Dienste an, die von anderen Komponenten bei Bedarf in Anspruch genommen werden. Grundidee ist die optimale Ausnützung der Ressourcen der beteiligten Systeme.
Zum Beispiel: Client-server-Architektur = WWW (world wide web): Datenhaltung erfolgt auf www-Servern, die grafische Aufbereitung erfolgt in www-Clients (wichtigsten sind Webbrowser), die Kommunikationsverbindung erfolgt über Internet mittels Protokolls HTTP.

Controlling ist eine Sammlung von qualitativen und vor allem quantitativen Steuerungsinstrumenten, die zur Koordination von Informationsflüssen und zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen – insbesondere für das Management - eingesetzt werden.

Customer Relationship Management (CRM) ist der englische Begriff für die Verwaltung von Kundenbeziehungen. Kundenansprache und Kundenbindung nehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Daher werden sämtliche Daten von Kunden und alle Transaktionen mit diesen Kunden in Datenbanken gespeichert. Diese Daten werden integriert und aufbereitet, so dass im Unternehmen an jeder Stelle diese Daten in der passenden Zusammenstellung zur Verfügung stehen.

Unter Customizing (kundenorientierte Anpassung) versteht man die Anpassung von Standardprogrammen an anwenderspezifische Gegebenheiten durch Einstellen von Parametern nach betriebsspezifischen Vorgaben und Verarbeitungsregeln. Das Customizing beginnt bei länderspezifischen Einstellungen wie Sprache, Währung usw., und führt über die Abbildung der betrieblichen Organisations- und Datenstrukturen bis zur Verarbeitungsvorgaben auf Funktionsebenen (z.B.: Abschreibungsverfahren und deren Berechnung, Festlegung von Liefer- und Zahlungsbedingungen, ...usw.).

D

Im Data Dictionary werden primär Informationen über die Datenhaltung gespeichert.

Dispostionssysteme sollen menschliche Entscheidungen vorbereiten und einfache Entscheidungen automatisch durchführen.

E

E-Business ermöglicht die unternehmensübergreifende Geschäftsabwicklung.

Enterprise Management unterstützt die strategische Planung, die Ergebnissteuerung und das Risikomanagement von Banken.

Ein ERP (enterprise ressource planning)-System ist ein aus mehreren Komponenten bestehendes integriertes Anwendungspaket, das alle wesentlichen betrieblichen Funktionsbereiche abgedeckt (Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Finanzwesen, Personalwirtschaft ...usw.). Die Integration wird dabei von einer zentralen Datenbank unterstützt, wo durch Datenredundanz und integrierte Geschäftsprozesse ermöglicht werden. Das Gesamtsystem ist komponentenorientiert aufgebaut. Der Schwerpunkt liegt auf der innerbetrieblichen Integration.

Typische Funktionsbereiche einer ERP-Software sind:

Materialwirtschaft (Beschaffung, Lagerhaltung, Disposition, Bewertung)

Fertigung

Finanz- und Rechnungswesen

Controlling

Personalwirtschaft

Forschung und Entwicklung

Verkauf und Marketing

H

Als horizontale Standardsoftware wird eine Software bezeichnet, die unabhängig von einer aufbauorganisatorischen Zuordnung an Arbeitsplätzen eingesetzt wird. Dazu gehören z.B. Systeme zur Textverarbeitung oder die Tabellenkalkulation.

I

Der IKS-Kreisel besteht aus den beiden Teilsystemen Informations- und Kommunikationssystem.

Individualsoftware ist ein Programm, das von externen oder internen Entwicklern speziell für einen bestimmten Betrieb entwickelt wurde. Neben der expliziten Ausrichtung auf spezifische Bedürfnisse eines Betriebes unterscheidet sich Individualsoftware zudem dadurch von Standardsoftware, dass der Betrieb mit Erwerb der Software meist auch die alleinigen Rechte am zugehörige Quellprogramm sowie jedweder Dokumentation erwirbt. Individualsoftware (Individualprogramme) umfasst jene Programme, die für einen Anwendungsfall eigens erstellt wurden und deren Eigenschaften im Allgemeinen an ein spezifisches soziales und organisatorisches Umfeld angepasst sind.

Unter einem Informationssystem wird ein System verstanden, das aus maschinellen und natürlichen Komponenten besteht. Es dient dem Zweck der Informationsversorgung von Subjekten und weist somit einen Organisationsbezug auf.

Ein betriebliches Informationssystem unterstützt die Leistungsprozesse und Austauschbeziehungen innerhalb eines Betriebes sowie
zwischen dem Betrieb und seiner Umwelt.


Durch Integration werden Aktualität der Information, eine redundanzfreie Datenhaltung, eine bessere Kommunikation und einheitliche Bedieneroberfläche gewährleistet. Das Ziel ist die Gestaltung eines ganzheitlichen Informationssystems zu gestalten. Im Vordergrund steht die Optimierung der Gesamtlösung.

Integrationsformen: Reichweite der Integration, Richtung der Integration und Integrationsgegenstand.


K

Wenn die Vermittlung und Übertragung von Daten innerhalb der Unternehmung und nach außen im Mittelpunkt der Untersuchung steht, spricht man von einem Kommunikationssystem.

Kontrollsysteme dienen der Überwachung der Einhaltung von Plänen.

 L

Branchentypische Geschäftsprozesse werden in einem Lösungsplan dargestellt. Basierend auf dieser Übersicht können Unternehmen ihre spezifischen Änderungen bestimmen und besitzen somit Anhaltspunkte für konkrete Strukturierungsmaßnahmen.

 M

Die Materialwirtschaft oder Warenwirtschaft, ein Aufgabengebiet der Betriebswirtschaftslehre und des Wirtschaftsingenieurwesens, beschäftigt sich mit der Verwaltung sowie der zeitlichen, mengenmäßigen und eventuell auch räumlichen Planung und Steuerung der Materialbewegungen innerhalb eines Unternehmens und zwischen dem Unternehmen und seiner Umwelt. Sie koordiniert den Warenfluss zwischen Lieferanten, Kunden und den Lagern. In produzierenden Unternehmen stellt sie die Versorgung der produzierenden Bereiche mit direkten Gütern wie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Zulieferteilen und Halbfabrikaten sowie allgemein die Versorgung mit indirekten Gütern wie Büroartikel, Ersatzteile oder Serviceleistungen sicher.

In Abgrenzung zur Materialwirtschaft beschäftigt sich der Einkauf eher mit der strategischen Auswahl der Lieferanten und dem Aushandeln und Überprüfen der Konditionen.

Die Materialwirtschaft ist ein Teilgebiet der Fertigungswirtschaft. In den Beziehungen zu anderen Funktionsbereichen im Unternehmen ist die Materialwirtschaft eng verzahnt insbesondere mit Produktionsplanung und -steuerung, in den Außenbeziehungen mit der Logistik.

 P

PeopleSoft ist ein großer, internationaler Anbieter von ERP- und CRM-Software. Besonders stark ist PeopleSoft in den USA, während sie in Deutschland eher als HCM-Software-Anbieter gesehen werden.

PeopleSoft lieferte sich zur Mitte des Jahres 2003 mit dem größeren Konkurrenten Oracle eine Übernahmeschlacht. Vor allem Oracle-Chef Larry Ellison machte während dieser Zeit von sich reden, da er die Ereignisse oft sehr persönlich nahm. Am 13. Dezember 2004 unterbreitete Oracle ein Angebot von 10,3 Mrd. Dollar zur Übernahme von PeopleSoft, das PeopleSoft annahm. Damit gehört PeopleSoft zu Oracle.

Planungssystem unterstützt Führungskräfte eines Betriebes bei ihren Planungsaufgaben.

PPS-Systeme (Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme) unterstützen den gesamten Prozess der Planung und Ausführung von Fertigungsaufträgen. Sie werden traditionell in Industriebetrieben eingesetzt und ist ein Vorläufer des ERP-Systems.

Produktion (v. lat.: producere = hervor führen) ist der vom Menschen bewirkte Transformations-Prozess, der aus natürlichen wie bereits produzierten Ausgangsstoffen unter Einsatz von Energie, Arbeitskraft und bestimmten Produktionsmitteln lagerbare Wirtschafts- oder Gebrauchsgüter erzeugt. Sie ist Teil des Betriebsprozesses. Eine umfassende Betrachtung der Produktion erstreckt sich nicht nur auf technologische Gesichtspunkte, sondern auch auf soziokulturelle und ethisch-normative Wertvorstellungen über die Arbeit, denen sie als einer der grundlegenden Vorgänge zur Deckung der menschlichen Bedürfnisse unterliegt. Der Begriff der Produktion ist dabei zunächst nicht auf den industriellen Bereich beschränkt. Produziert wird ebenso im Handwerk, in der Land- und Forstwirtschaft und auf künstlerischem Gebiet. Dienstleistungen sind eingeschränkt produzierbar, solange ein zumindest in Maßen als Gegenstand zu begreifendes Produkt erzeugt wird (Fernsehsendung). Nicht lagerbare Wirtschaftsgüter, wie beispielsweise Elektrizität, werden dagegen in der Regel nicht produziert, sondern bereitgestellt.

R

SAP R/3 ist eine offenes, auf einer Vielzahl von Rechnerplattformen lauffähiges System. Das SAP R/3 ist modular aufgebaut und kann durch die Nutzung einer speziellen Sprache erweitert werden. Vorgänger ist das System R/2.

S

SAP-System ist eine betriebswirtschaftliche Standardsoftware, die wesentliche Teilbereiche einer Unternehmung abdeckt und die Datenintegration durch eine einheitliche Datenbank ermöglicht. Durch die unternehmensindividuellen Anpassungsmöglichkeiten, aber auch durch die Mehrsprachigkeit und eine standardisierte Benutzeroberfläche kann es multinational eingesetzt werden.

Software ist ein Sammelbegriff für (Computer-) Programme im Allgemeinen. Man unterscheidet Systemsoftware, Entwicklungssoftware und Anwendungssoftware.
 
Standardsoftware (Standardprogramme) werden fertige Programme bezeichnet, die auf Allgemeingültigkeit und mehrfache Nutzung hin ausgelegt sind.
Vorteile: Kostengünstigkeit , Zeitersparnis, Kompensierung vorhandener Personalengpässe bzw. eines Mangels an Know-how, Zukunftsorientiertheit

Kennzeichen von Standardanwendungssoftware

Branchenneutraliät und Anpassungsfähigkeit

Internationalität

Funktionalität

Festpreis

Implementierungszahlen                                                                   

V

Vertikale Standardsoftware bezeichnet die Standardsoftware, die explizit aufbauorganisatorischen Einheiten, insbesondere Abteilungen und Arbeitsplätzen, des Unternehmens zugeordnet werden können. Dazu gehören z.B. Finanz- und Lohnbuchhaltung, Personalinformationssysteme oder Controlling.

W

Das Workflow-Management (WfM) wird der rechnergestützten Gruppenarbeit bzw. dem Computer Supported Cooperative Work (CSCW) zugerechnet. Aufgabe des Workflow-Management ist es, eine Spezifikation für die technische Ausführung von Arbeitsabläufen zu liefern. Das Workflow-Management kann damit als eine technische Umsetzung des Geschäftsprozess-Managements verstanden werden.

Y

Das Y-CIM-Modell von August-Wilhelm Scheer zeigt die an der Integration beteiligten Komponenten beider Bereiche in anschaulicher Form.

Eigenschaften:

·        Das Y-Modell versucht Funktionen nach deren Ablauf darzustellen, Detaillierung bis auf Ebene Daten- und Funktionsmodell.

·        Beschränkung auf Produktion, kein ganzheitliches Modell des Industriebetriebes.

·        Differenzierung zwischen technischen und betriebswirtschaftlichen Aufgaben.


Wirtschaftsinformatik Online-Glossar (WU-Wien)

http://wwwi.wu-wien.ac.at/glossar/glossar.htm

Online-Glossar - Datenverarbeitung:
http://freetutorials.de/dv/dvglossar.html

Weiteres Online-Glossar:
http://www.glossar.de/glossar/1frame.htm?http%3A//www.glossar.de/glossar/amglos_e.htm

Geoinformatik Online-Lexikon:
http://www.geoinformatik.uni-rostock.de/einzel.asp?ID=1188831289

Lexikon des Schweizerischen Verband für Materialwirtschaft und Einkauf:
http://www.svme.ch/e-procurement/elexikon-e.html



Quelle: http://www.horton-szar.net/clipart/miscellaneous.php

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