1990er Jahre: Konsolidierung der ERP-Anbieter

Anfang der 1990er Jahre wuchs der ERP-Markt nach wie vor rasant. Einen Großteil dieses Wachstums konnten einige wenige Anbieter für sich verbuchen. Es entstand eine Gruppe von ERP-Herstellern, die sehr schnell an Umsatz, Gewinn und Mitarbeiterzahl zulegte. Andere Hersteller hatten es immer schwerer, mit dieser Gruppe gleichzuziehen. Einige mittelgroße ERP-Softwarehäuser konnte sich dem Konsolidierungseffekt entziehen und lange selbständig bleiben.

SAP brachte 1992 das System R/3 auf den Markt, das als R/2-Alternative für den Client-Server-Markt konzipiert war und sich zu dessen Nachfolgeprodukt entwickelte. Es lief serverseitig v.a. auf Unix-Plattformen, seltener auf IBMs AS/400-Rechnern, später auch auf Windows-Plattformen und vereinzelt auf Großrechnern. Seine Client-Server-Architektur bezog die inzwischen aufgekommenen PCs an den Arbeitsplätzen der Endbenutzer mit in die Systemarchitektur ein, indem sie sie zur graphischen Darstellung der Benutzeroberfläche nutzte. Hauptanwender waren wiederum größere Unternehmen. Im laufe der Jahre führten immer kleinere Unternehmen R/3 und vergleichbare Produkte ein.

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