1980er Jahre: Die ersten ERP-Systeme

Die ersten betriebswirtschaftlichen Applikationen bedienten jeweils einen Teilbereich des Unternehmens. Da zwischen Finanz- und Güterströmen innerhalb eines Unternehmens aber zahlreiche Verbindungen bestehen, lag es nahe, die entsprechenden Anwendungssysteme auf einer gemeinsamen Plattform laufen zu lassen, uns sie auf gemeinsame Daten zugreifen zu lassen. Schließlich betraf der Verkauf eines Produktes die Buchhaltung, die die Höhe des Umsatzes erfasste, ebenso wie die Logistiksysteme, die Produktion und Lieferung verwalteten. Waren dafür Sonderschichten notwendig, so war auch das Personalverwaltungssystem involviert.

Arbeitete man mit getrennten Systemen, so mussten viele Vorgänge mehrfach erfasst und diese Systeme von Hand konsistent gehalten werden. Natürlich konnte man Schnittstellen entwickeln, die dieses Problem behoben; nahe liegender war es jedoch, alle Aufgaben gleich einem einzigen System anzuvertrauen. Aus dieser Erkenntnis heraus entstanden in den 1980er Jahren integrierte Anwendungssysteme für alle Abteilungen eines Unternehmens. Sie operierten auf einer einheitlichen Datenbank und Laufzeitumgebung. Für sie hat sich der Begriff Enterprise-Resource-Planning (ERP) durchgesetzt. ERP-Systeme sind bis heute unverzichtbarer Kern jeder Anwendungslandschaft in einem Unternehmen.

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