Allgemeines zu ERP

Einführung ERP

Einleitung - Warum ERP?

Durch die verschärfte Wettbewerbssituation wird es vor allem für Mittel- und Großbetriebe immer wichtiger ERP-Systeme zu nutzen, um die Geschäftsabläufe und den Geschäftsprozess (G) optimal abbilden zu können. Die verschärfte Wettbewerbssituation ist teilweise auf die Globalisierung zurückzuführen, auf die sich die Unternehmen erst einstellen müssen. Die Grenzen öffnen sich und es ist vermehrt globales Denken gefragt.

Die Unternehmensprozesse beginnen und enden heutzutage nicht mehr innerhalb der Unternehmung. Die Ressourcenverteilung und die Koordination des Ressourceneinsatzes sind zentrale Strukturgrößen heutiger Unternehmensstrategien, daher ist eine Optimierung dieser Größen im Zeitalter der Globalisierung von entscheidender Bedeutung. Auf Grund der veränderten Wettbewerbssituation ist die Neuorganisation und Optimierung der Geschäftsprozesse unabdingbar geworden. Daher ist auch „Business Prozess Reengineering“ eines der Schlagworte unserer Zeit. Die sogenannte „New Economy“ hat die Wettbewerbssituation der Mittel- und Großbetriebe noch zusätzlich verschärft. (vgl. Kreutler, 2005)

Es wurden IT-Systeme entwickelt um diese Reorganisation zu unterstützen. Die Geschäftsprozesse (G) werden von diesen IT-Systemen abgebildet und unterstützen die Mitarbeiter in diesen Prozessen. Betriebliche Informationssysteme (G) (ERP-Systeme) sind die Herzstücke der IT-Landschaften der mittleren und größeren Unternehmen. Seit Anfang der 90er Jahre werden ERP-Systeme in Unternehmen eingesetzt. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Enterprise-Resource-Planning (G)

Ein Unternehmen muss die vorhandenen Ressourcen (z.B. Kapital, Personal, Betriebsmittel,...) möglichst effizient in den betrieblichen Ablauf integrieren. Diese Aufgabe des Unternehmens bezeichnet man als Enterprise-Resource-Planning (ERP). Diese Aufgabe wird durch IT-Systeme unterstützt, diese Systeme nennt man ERP-Systeme. ERP-Systeme bestehen aus komplexer Anwendungssoftware (G).

Im Vordergrund steht das Zusammenspiel (Integration (G)) der verschiedenen Aufgaben durch eine zentrale Datenbank (G), wodurch Datenredundanzen vermieden und abteilungsübergreifende Geschäftsprozesse (G) unterstützt werden. (vgl. Hansen und Hermann, Wirtschaftsinformatik, 2005)

Enterprise-Resource-Planning-Systeme (abgekürzt ERP-Systeme (G)) werden lt. Abts (2004) wie folgt definiert:

„ERP-Systeme sind integrierte betriebswirtschaftliche Standardanwendungssoftware-Pakete (G), die nahezu alle Aufgabenbereiche und Prozesse innerhalb eines Unternehmens unterstützen, wie z.B. Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Rechnungswesen und Personalwirtschaft.“

ERP Systeme sind eine Erweiterung des Produktionsplanungs- und Steuerungssystems, welche den gesamten Prozess der Planung und Ausführung von Fertigungsaufträgen unterstützen und zwar von der Angebotsbearbeitung, Beschaffung, Lagerhaltung, Material- und Ressourcenplanung. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

ERP-Systeme sollten weitgehend alle Geschäftsprozesse (G) abbilden. Diese Geschäftsprozesse müssen identifiziert und definiert werden. Wenn dies erfolgt ist, kann man die Geschäftsprozesse gezielt überarbeiten, verbessern bzw. an neue Anforderungen anpassen. Diesen Optimierungsvorgang nennt man „Business Prozess Reengineering“. (WfMS vs. ERP Systeme). Unter ERP-Systeme versteht man folglich die betriebswirtschaftliche Standardapplikation eines Unternehmens, welche alle wesentlichen kaufmännischen und buchhalterischen Geschäftsprozesse eines Unternehmens abbildet. Der Begriff „ERP“ wird auch als Synonym für integrierte Standardanwendungssoftware (G) genutzt. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Ein Enterprise-Resource-Planning - System (G) besteht aus komplexen Anwendungssoftwarepaketen (G), die ein Unternehmen im täglichen Wirtschaftshandeln einsetzt, um die vorhandenen Ressourcen optimal planen, verwalten und delegieren zu können. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Bei ERP-Systemen gibt es folgende Unterscheidungen:
• Zielbranche (Metallbranche, Werbebranche)
• Unternehmensgröße (Kleinbetriebe, Mittelbetriebe, Global Player)
• Anzahl der User
• Verwendete Technologie (Datenbank (G), Programmiersprache, Access, MSSQL, Oracle)

Nachdem von Unternehmen nun vermehrt der Wunsch besteht, das firmeneigene ERP System von jedem Computer der Welt nutzen zu können, setzten die großen ERP Anbieter nun auf webbasierende Produkte. Dabei wird das ERP-System in einem Browser (G) Fenster dargestellt, und ermöglicht es dem Benutzer mit den nötigen Zugangsrechten auf das System zuzugreifen. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Dieser Vorgang bringt wesentliche Zeit- und Kostenvorteile, und ermöglicht es dem ERP Nutzer auch von anderen Rechnern (G) das firmeninterne ERP Konzept zu nutzen, ohne vorher eine Software (G) installieren zu müssen. Diese Weiterentwicklung des ERP Systems wird häufig mit ERP II System beschrieben. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Integration (G)

Ziele des ERP-System

Zurzeit dienen ERP-Systeme verschiedenster Anbieter mit Hilfe von Softwarepaketen (G) zur Darstellung und Optimierung der innerbetrieblichen Geschäftsprozesse (G). Die Zukunft liegt in der Implementierung webbasierender Produkte, um die Vorteile des World Wide Webs und Internets nutzen zu können.

INTEGRATION (G)

Integration ist ein wesentliches Merkmal von ERP Systemen. Die verschiedenen Integrationsformen sollen im Folgenden beschrieben werden.

• Reichweite der Integration

Innerhalb eines Unternehmens:
Die innerbetrieblichen Informationsflüsse und Funktionen werden optimal aufeinander abgestimmt. Zum Beispiel benötigt die Buchhaltung Wareneingangsbelege um diese sofort zu verbuchen weshalb die Information des Wareneingangs sofort an die Buchhaltung weitergegeben wird. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Unternehmensübergreifende Integration:
Hier geht der Informationsfluss über die Unternehmensgrenzen hinaus und zwei oder mehrere Geschäftspartner tauschen Informationen aus. Beispielsweise stellt ein Fertigungsunternehmen einem Kunden die Stammdaten zu verschiedenen Artikeln in einem elektronischen Katalog zur Verfügung und nimmt über das Internet Bestellungen entgegen. (vgl. Abts und Mülder, 2004)

• Richtung der Integration

Horizontale Integration:
Starke Arbeitsteilung und isoliertes Arbeitsdenken sollen beseitigt werden. Teilsysteme innerhalb der betrieblichen Wertschöpfungskette sollen verbunden werden, wie zum Beispiel die Bearbeitung eines Fertigungsauftrages beginnend bei der Kundenanfrage bis zum Versand der Produkte. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Vertikale Integration:
Wichtig ist auch die Informationsverdichtung von unten nach oben. Umgekehrt muss es möglich sein von oben nach unten immer detaillierte Informationen zu bekommen. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

• Integrationsgegenstand

Datenintegration:
Datenintegration bedeutet, dass es ein einheitliches Datenmodell gibt auf das die verschiedenen Anwendungsbereiche zurückgreifen können. Somit können einzelne Module (G) auch auf Datenbanktabellen anderer Module zurückgreifen. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Programmintegration:
Bei der Programmintegration werden Programme verschiedener Softwarehersteller miteinander verbunden um untereinander Daten auszutauschen. Ein Beispiel ist die Verbindung von ERP-Systemen und Office Programmen. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Integrierte Benutzungsschnittstelle:
Hierzu zählen einheitliche Bildschirmmasken, Listen Layouts, Menüaufbaus und Fehlermeldungen. (vgl. Abts und Mülder, Grundkurs Wirtschaftsinformatik, 2004)

Quellenverzeichnis

- Abts und Mülder, 2004, Grundkurs Wirtschaftsinformatik. s.l. : Vieweg, 2004

- Hansen and Hermann, 2005, Wirtschaftsinformatik, s.l. : Lucius & Lucius UTB, 2005

- Kreutler, 2005, Universität Klagenfurt. www.uni-klu.ac.at
Online im Internet: Link (05-11-28)

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