Kontrollfragen

Offene Kontrollfragen:

Was verstehen Sie unter Standardsoftware und in welche zwei Dimensionen lässt sich diese kategorisieren?

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Bei einer Standardsoftware handelt es sich per Definition um „eine Software, die für eine große Anzahl von Anwendern entwickelt worden ist". Im Gegensatz dazu steht die Individualsoftware, die für bestimmte Unternehmen oder spezielle Anwendungsfelder geschaffen wird.

Standardsoftware lässt sich in zwei Dimensionen unterteilen:


1. Standardsoftware im weiteren Sinne =  vertikale Standardsoftware
Diese Standardsoftware kann jeweils funktionalen Einheiten einer Unternehmung zugeordnet werden. Dazu gehören einerseits betriebswirtschaftliche Anwendersoftware und technische Programme andererseits (vgl. Rautenstrauch/Schulze, S. 281)

2. Endbenutzerwerkzeug = horizontale Standardsoftware
Diese Software bezieht sich nicht auf organisationale Einheiten, sondern steht möglicherweise dem gesamten Betrieb zur Verfügung (Bsp. Datenverarbeitungsprogramm)
(vgl. Rautenstrauch/ Schulze, S. 283).

Was verstehen Sie unter betriebswirtschaftlicher Software?

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Unter betriebswirtschaftlicher Software versteht man all jene Programme, die die kaufmännischen Belange eines Unternehmens unterstützen. Dazu zählen:

- Buchhaltung
- Human Ressources Management
- Einkauf
- Vertrieb
- Versand
- Lagerhaltung
- …

Heute prägen Standardsoftwareprogramme die Landschaft betrieblicher Informationssysteme. In den Anfangszeiten gab es durchwegs nur Individualsoftware. Nennen Sie die Unterschiede bzw. Vor- und Nachteile von beiden Architekturen.

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Der wesentlichste Unterschied der beiden Softwarearten ist, dass die Individualsoftware genau auf einen Betrieb oder ein spezielles Bedürfnis zugeschnitten ist, während die Standardsoftware im Großen und Ganzen für viele Betriebe und deren Bedürfnisse brauchbar ist (vgl. Gabler 2000, S. 1492). Die Individualsoftware kann einerseits durch Programmierer (extern) oder durch hauseigene Angestellte einer Firma erfolgen (vgl. Rautmann/Schulze, S. 281). Ausgangspunkt für die Erstellung einer Individualsoftware ist zumeist ein Pflichtenheft, in dem alle Anforderungen genau definiert werden.

Vorteile der Standardsoftware sind:


• Weite Verbreitung und damit verbundener Bekanntheitsgrad
• Hohe Kompetenz der Anwender und Entwickler, da viele Personen die Software benutzen
• Ev. Kostenersparnis bei der Anschaffung, da das System bereits vorhanden ist und nicht spezielle programmiert werden muss; daraus resultierend ein:
• Schnellerer ROI als bei Individualsoftware
• Individuelle Anpassung an Anforderung mittels Customizing möglich
• Geringere Entwicklungs- und Wartungskosten
• Kaum Risiko einer Fehlentwicklung
• Bessere Dokumentation wie bei Individualsoftware; das schafft
• Unabhängigkeit von Softwareentwicklern
(vgl. Gabler 2000, S. 2881)
• Durch die meist gegebene Internationalität kann die Software in vielen Ländern eingesetzt werden – ohne zusätzliche Kosten
(vgl. Hansen/Neumann 2005, S. 534)

Eine mögliche Problematik sei noch zuletzt angesprochen: es kann sein, dass die Software mittels Customizing in vielen Schritten an die Bedürfnisse der User angepasst werden muss. Dies kann mitunter sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und auch Geld kosten und möglicherweise wird so aus einer Standardsoftware eine Individualsoftware mit all ihren Vor- aber auch Nachteilen.

Vorteile der Individualsoftware:


• Das entstandene Programm entspricht genau den gewünschten und vorgegebenen Bedürfnissen
• Man hat die Kontrolle über die zukünftige Entwicklung der gewünschten Software.
• Man hat die Beherrschung über die Software
• Es kann eine Software geschaffen werden, die mit bereits bestehenden Programmen zusammenpasst
(vgl. www.wikipedia.de 8.3.06)
 
Ein wesentlicher Nachteil ist sicher der Kostenpunkt – die Entwicklung der Individualsoftware kostet mehr Geld als der Erwerb der Standardsoftware. Zudem ist meist eine Abhängigkeit zum Programmierer hinsichtlich Wartung und neuen Versionen gegeben. Punkto kostenerhöhenden und kostensenkenden Faktoren wird auf www.wikipedia.de verwiesen.

Erklären Sie anhand des Y-Modell von Scheer die komplexen Zusammenhänge verschiedener Kategorien von Standardsoftware im betrieblichen Umfeld.

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Das Y-Modell soll die Verknüpfung zwischen technischer und betriebswirtschaftlicher Software bzw. Softwareteilen auf den einzelnen Auftragsebenen veranschaulichen. Gemäß diesem Y-Modell von Scheer beginnt die Verknüpfung bereits bei der Kundenauftragsbearbeitung (kfm.) und Produktanforderung (techn.) und wird immer enger, je weiter der Prozess fortschreitet bis hin zur Kontrolle und Datenanalyse (kfm.) einerseits und Instandhaltung und Qualitätssteuerung (techn.) andererseits.

Client-Server Architektur – Erklärung:

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Link zu: www.it-administrator.de - dort findet sich die Erklärung dafür.