Data-Warehouse

Bezeichnung für den aufbereiteten, nutzbaren gesamten Datenbestand einer Firma oder Verwaltung, auf den nach einem einheitlichen Verfahren zugegriffen werden kann. (z.B. mehrere Datenbanken auf verschiedenen Computern).

Die Daten werden von den Datenquellen in das Data-Warehouse geladen und dort vor allem für die Datenanalyse und zur betriebswirtschaftlichen Entscheidungshilfe in Unternehmen langfristig gespeichert. Der Begriff stammt aus dem Informationsmanagement in der Betriebswirtschaft. Ein Data-Warehouse dient der Informationsintegration.
Der Erstellung eines Data-Warehouses liegen zwei Leitgedanken zugrunde:
Integration von Daten aus verteilten und unterschiedlich strukturierten Datenbeständen, um im Data-Warehouse eine globale Sicht auf die Quelldaten und damit übergreifende Auswertungen zu ermöglichen.
Separation der Daten, die für das operative Geschäft genutzt werden, von solchen Daten, die im Data-Warehouse z. B. für Aufgaben des Berichtswesens, der Entscheidungsunterstützung, der Geschäftsanalyse sowie des Controllings und der Unternehmensführung verwendet werden.
Das Data-Warehouse ist die zentrale Komponente eines Data-Warehouse-Systems. Daten werden im Rahmen des ETL-Prozesses aus verschiedenen Quellen extrahiert, durch Transformation bereinigt und vereinheitlicht, um danach in das Data-Warehouse geladen zu werden. Dieser Prozess kann turnusgemäß durchgeführt werden, so dass im Data-Warehouse nicht nur Daten nach inhaltlichen Aspekten, sondern auch nach dem Aspekt Zeit – also langfristig – vorgehalten werden, was auch Analysen über die Zeit ermöglicht.
In den letzten Jahren hat sich mehr und mehr die Abkehr von turnusmäßiger Beladung hin zum Real-Time-Data-Warehousing vollzogen. Manche Branchen wie die Telekommunikationsindustrie und der Einzelhandel (z. B. Wal-Mart) hatten Bedarf nach sofort verfügbaren Daten unter Wahrung der Trennung von operativen und auswertenden Systemen.

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